Erntedank in St. Joseph

Wofür soll man in der Großstadt danken?

Zwei volle Einkaufswagen bildeten den Erntealtar. Viele Gemeindemitglieder spendeten haltbare Lebensmittel, aber auch Kleidung und Geld.

Eine Woche bevor in St. Joseph Erntedank gefeiert wurde, standen zwei leere Einkaufswagen vor dem Altar in der St. Joseph-Kirche. Pfarrer Plochg forderte dazu auf, im Laufe der Woche für Bedürftige haltbare Lebensmittel zu spenden und die Spenden in die Einkaufswagen zu legen.  Beide Wagen waren am Ende voll! Der Aufruf des Pfarrers umfasste neben Lebensmitteln auch Kleidung und Schuhe, die in der bevorstehenden kalten Jahreszeit besonders gebraucht werden. Auch hier kam einiges zusammen, manche Geldspende für den Zweck ging im Pfarrbüro ein. Sogar die Hannover Indians machten mit: am Rande eines Spiels konnten am St. Joseph-Bulli Kleider- und Schuhspenden abgegeben werden.

Wofür soll man in einer Großstadt am Erntedankfest danken? Mit dieser Frage begann Pfarrer Plochg seine Predigt am Erntedanksonntag. Zur Ernte der Feldfrüchte, wie man sie auf dem Land kennt, haben Großstädter kaum eine Beziehung. Der Pfarrer lud darum zu der besonderen Aktion ein, außerdem forderte er dazu auf, über den Dank für die Lebensmittel hinaus zu überlegen, was das eigene Leben bereichert und dankbar sein lässt.