Erntedank – mal wieder anders!

Ein Erntedank-Altar mit Früchten, Getreidegarben, Erntekrone und Riesenkürbis – was man traditionell mit diesem Fest verbindet - passt kaum in eine Großstadtgemeinde, wie St. Joseph in der hannoverschen List.

Dennoch ging es in diesem Jahr wieder um Dankbarkeit für das, was wir zum Leben brauchen. Und um das Teilen. So bestand der Erntedank-Altar aus einem Einkaufswagen voller Konserven mit Fertigmahlzeiten, die an diesem Wochenende als Spende der Gemeindemitglieder in die Kirche gebracht wurden und ab der kommenden Woche an Bedürftige verteilt werden.

Immer wieder klingeln Menschen beim Pfarrbüro und bitten um eine Mahlzeit oder Geld dafür. Spätestens ab der Mitte eines jeden Monats nehmen die Anfragen zu. Mit der Spende der Gemeinde können nun Fertiggerichte abgegeben werden. Auch die Kollekte der Gottesdienste an diesem Wochenende wird für die Obdachlosenhilfe der St. Joseph-Gemeinde verwendet, um Gutscheine für Kaffee und Brötchen abgeben zu können.

In seiner Predigt betonte Pfarrer Heiner Plochg die Notwendigkeit, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken. Kritisch ist übermäßiger Konsum auf Kosten der Umwelt und von Menschen in Billiglohnländern zu sehen. Viel mehr müssen Konsumenten mehr Wertschätzung den zu kaufenden Produkten und Ihren Erzeugern gegenüber entwickeln.